PolitikenThórarinn Leifsson erhielt für sein Kinderbuch Leyndarmálið hans pabba (dt. Papas Geheimnis, Leiv 2008) eine ausgezeichnete und ausführliche Bewertung von der dänischen Zeitung Politiken. Thórarins Illustrationen schmückten zudem die Titelseite und den Literaturteil der Tageszeitung.
Kinder können ja Geschichten oft besser vertragen, als man denkt. "Papas Geheimnis", das ich vor kurzem gelesen habe, ist allerdings ganz schön starker Tobak mit dem Untertitel "Ein Buch für Kinder, die Probleme mit ihren Eltern haben":
Leyndarmálið hans pabbaPapas Geheimnis, das erste Kinderbuch von Þórarinn Leifsson, ist vor kurzem in Dänemark herausgekommen. Die Kritiker überbieten sich mit Beifall und Lob des Werkes und vergleichen Þórarinn mit den nicht unwichtigen Kinderbuchautoren Roald Dahl und Ole Lund Kirkegaard.
Von den Leiden eines Menschenfressers: Neue kurzweilige Theatrium-Inszenierung mit großartigen Schauspielern.
LVZ/Leipziger-Volkszeitung, 11.03.2009, S. 13
Foto: Hannes FuhrmannEltern sind peinlich, finden die meisten Kinder. Doch der Vater von Sidda und Jonas ist nicht einfach nur anders - er trägt ein düsteres Geheimnis mit sich herum, das seine Familie bewahren soll. Denn im Theaterstück "Papas Geheimnis" nach dem gleichnamigen Roman des isländischen Kinderbuchautoren Thórarinn Leifsson is(s)t der Familienvater nicht ganz normal, er ist ein Menschenfresser. Tagsüber schnarcht er auf dem Sofa (arbeiten zu gehen, wäre für seine Mitmenschen schließlich viel zu gefährlich), nachts streift er auf der Suche nach neuen Opfern durch die Stadt. Wie lang kann das gut gehen? Was ist, wenn Papa eines Tages seine eigene Familie hungrig überfällt? Wer muss hier eigentlich vor wem beschützt werden?
Darmstädter Echo 26/01/2009 Und wer noch nicht genug Schauerlektüre verschlungen hat, der sei auf Thorarinn Leifssons Story “Papas Geheimnis" hingewiesen. Es ist die abstruse beschichte einer Familie, deren Vater Menschenfresser ist. Die Verwandten verschont er,aber nicht die Personen ringsum,' Lehrer, Touristen,dendickenBjörni. Lange versucht die Polizei vergeblich, das Rätsel um die verschwundenen Menschen zu lösen. Schließlich wagen die Kinder die Flucht nach vorn, verraten das Geheimnis ihres Vaters.
Wie viele Kinderbücher mag es geben, in denen scheinbar verpatzte Ferien doch noch besonders schön werden, in denen Kinder in die Zukunft oder in ferne Länder reisen, verzaubert werden oder selber zaubern lernen, sich in der Schule zurechtfinden müssen oder in Märchenwelten ... Das Reservoir an Motiven ist riesig und doch auch begrenzt, so scheint es. Aber solch eine Geschichte wie diese gab es wohl noch nie.
Papas Geheimnis von Thórarinn Leifsson rief erstaunlich wenig Wirbel auf dem isländischen Büchermarkt hervor, als es letztes Jahr zu Weihnachten erschien. Trotzdem ist das Geheimnis des Papas kein gewöhnliches Problem. Während die Mutter Telefonhandel betreibt und ihren Blick kaum vom Computer abwendet und während die beiden Kinder in der Schule sind, stellt der Vater anderen Menschen nach, um sie dann aufzuessen. Papa ist nämlich Kannibale.
Er schläft?Am Tag, nachdem Sidda sich mit Magnus Marteinsson angelegt hatte und Papa zu ihm vorgeladen worden war, goss es wie aus Kannen. Der Regen prasselte auf das Wellblechdach, und von weiter her waren Donnerschläge zu hören. Bei schlechtem Wetter erlaubte Mama uns manchmal, drinnen bleiben zu dürfen, obwohl unser Wohnzimmer ja zugleich auch ihr Arbeitszimmer war. Wir Geschwister besaßen jeder einen eigenen Computer, die wir letzten Sommer im Sperrmüll auf der Straße gefunden hatten. Irgendwie hatte ich sie wieder in Gang bekommen und verkabelt, so dass wir Computerspiele gegeneinander spielen konnten.